Viermal „zugestellt“. Viermal eine leere Stufe.
Sarah und Lisa wohnen zusammen in einem ruhigen Viertel in Dortmund. Online bestellen ist für die beiden Routine: Der Fahrer legt das Paket auf die Stufe vor der Haustür, das Handy meldet die Zustellung, abends holen sie die Sendung herein.
Als das erste Paket fehlte, tippte Sarah auf einen Fehler des Boten. Beim zweiten vermutete Lisa, es sei bei den Nachbarn gelandet. Auch die Ersatzlieferung kam nie an. Zuletzt verschwand ein Geburtstagsgeschenk – und jedes Mal zeigte die Sendungsverfolgung: erfolgreich zugestellt.
Die Reklamationen führten im Kreis. Der Händler berief sich auf den protokollierten Zeitpunkt, der Paketdienst auf den Ablageort. Was den beiden fehlte, war ein eigener Blick auf die Stufe – genau in den Stunden, in denen niemand zu Hause war.